ARTIKEL
HEISMANN-ABC

Folge 89 - E wie Erodieren

Erodieren ist ein Fertigungsverfahren, bei dem Material durch elektrische Entladungen abgetragen wird.

Dabei entsteht zwischen einem leitfähigen Werkstück und einem Werkzeug (Elektrode) ein Funken, der kleinste Materialpartikel aus dem Werkstück löst. Das Ganze passiert in einem sog. Dielektrikum, einer speziellen, nicht-leitenden Flüssigkeit, die die Entladungen steuert und das Material abführt.

Man unterscheidet zwischen Drahterodieren und Senkerodieren. Beim Drahterodieren wird ein dünner Draht als Elektrode verwendet, um präzise Konturen aus leitfähigem Material zu schneiden. Beim Senkerodieren hingegen wird eine geformte Elektrode genutzt, um Vertiefungen oder komplexe Formen zu erzeugen.

Erodieren wird vor allem eingesetzt, wenn andere Verfahren wie Fräsen oder Drehen an ihre Grenzen stoßen. Besonders bei harten oder schwierig zu bearbeitenden Werkstoffen ist es sehr effektiv. So lassen sich hochpräzise Werkzeuge, Formen und Bauteile mit feinsten Oberflächen herstellen.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Sie erreichen uns unter

+49 (0) 2051 95 34 - 0 Montag – Freitag 6:30 – 16:00 Uhr

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.